Zentrale Organisation, unbegrenzte Distribution ­– So profitieren Smart Cities von Headless Content Management Systemen

Smarte Städte sind komplexe und vernetzte Gefüge. Sie generieren täglich unzählige Daten aus verschiedensten Quellen und verfügen über riesige Informationssilos. Dennoch bleibt das Potenzial der Daten und Informationen vielerorts ungenutzt. Erst mit der attraktiven Aufbereitung und Darstellung auf Websites, Apps und weiteren User Interfaces für BürgerInnen können aus ihnen innovative und bürgerfreundliche Dienste entstehen. Wie lassen sich derart große Datenmengen organisieren und wie macht man diese für verschiedene Benutzerschnittstellen zugänglich? Damit wir in Zukunft Informationen immer, überall und auf allen Endgeräten beziehen können, kann ein Headless Content Management helfen.

Das Wichtigste in Kürze

Smart Cities stehen vor der Herausforderung, immense Datenbestände zu organisieren und Informationen für BürgerInnen auf jeglichen Endgeräten verfügbar zu machen. Headless Content Management Systeme können als zentrale Datenbank für Informationen einer Stadt fungieren. Sie speichern und organisieren Daten zentral, während externe Anwendungen wie Websites, Apps und Plattformen auf die Ressourcen des zentralen Systems zurückgreifen können. Das spart nicht nur Mühe bei der Organisation, sondern ermöglicht darüber hinaus vielseitige Anwendungen für BürgerInnen.

Was ist ein Content Management System?

Ganz allgemein beschreiben Content Management Systeme Programme, mit dessen Hilfe man Inhalte fürs Internet erstellt, bearbeitet und organisiert. Um die Verwendung möglichst einfach zu gestalten, definieren klassische CMS auch, wie diese Inhalte im Frontend dargestellt werden.

Erinnerung

Frontend

Die Unterscheidung zwischen Frontend und Backend ist eine Art Schichteinteilung. Aus der Sicht der NutzerInnen beschreibt das Frontend die obere Schicht, also die Benutzeroberfläche, die alles umfasst, was BenutzerInnen einer Webseite oder App sehen, berühren und erleben. Am Beispiel einer Theaterbühne wäre das Frontend das ganze Bühnenbild, das der Zuschauer sieht.

Backend

Das Backend umfasst alle Programmierungen, die im Hintergrund ablaufen. Diese sind für NutzerInnen nicht sichtbar und dennoch benötigt man das Backend, um Anwendungen funktionstüchtig zu machen. Zum Backend zählen beispielsweise der Server, auf dem eine Webseite gehostet wird, und die Datenbank, in der die von NutzerInnen eingegebenen Daten oder die Inhalte einer Webseite gespeichert werden. Das Backend ist im Beispiel der Theaterbühne alles, was sich hinter dem Vorhang abspielt. Es übernimmt die Rolle der Regie.

Durch die enge Verknüpfung des Frontends und des Backends können erstellte Inhalte ohne Webdesign- oder Programmierfähigkeiten über eine Administrationsoberfläche in das Backend hinzugefügt werde. Die Inhalte werden durch Formatvorlagen des jeweiligen Content Management Systems im Frontend dargestellt. Klassische Content Management Systeme sind praktisch. Dennoch bringen Sie einige Einschränkungen mit sich. Für die Umsetzung komplexer Smart City Projekte reicht die eindimensionale Variante eines klassischen Content Management Systems zumeist nicht aus.

Was ist ein Headless Content-Management System?

Headless Content Management Systeme sind sowohl eine Verknappung als auch eine Erweiterung eines klassischen Content Management Systems. Sie sind „headless”, weil ihnen das Frontend abgekappt wurde. Der Kopf wurde ihnen genommen, um das Backend unabhängig zu machen. Die Trennung erfolgt, um die im Backend verwalteten Inhalte für unterschiedlichste Kanäle und Medien kompatibel und verfügbar zu machen. Das Backend kann auf diese Weise sozusagen mehreren Frontends Inhalte zur Verfügung stellen, ohne dass die Darstellung vorher definiert wurde. Anstelle des Frontends wird bei einem Headless Content Management System eine Schnittstelle (API) integriert, die den Zugriff verschiedener Medien auf die Inhalte des Backends regelt. 

API: Die Schnittstelle des Headless Content-Management-Systems

Dank der neu integrierten Schnittstelle kann das Backend eines Headless Content Managementsystems flexibel genutzt werden. Sie macht die Ressourcen des Backends für externe Anwendungen verfügbar, wodurch der Zugang nicht mehr lokal gebunden ist. Die intelligente Schnittstelle kann den unterschiedlichen Kanälen und Medien die für sie relevanten Informationen in den für die unterschiedlichen Anwendungsarten benötigten Dateiformaten bereitstellen. 

Darum lohnen sich Headless Content Management Systemen für Smart City Projekte

Smarte Städte stehen vor der Herausforderung, unzählige Informationen und Datenbestände zu organisieren und sinnvoll zugänglich zu machen. Doch das Stadtgeschehen ist lebendig und so müssen Informationen einfach anpassbar sein, sodass die verschiedenen Plattformen stets dem aktuellen Stand entsprechen. Dazu kann mit dem Backend eines Headless Content Management Systems ein zentraler Ort geschaffen werden, an dem Daten gebündelt, gespeichert und organisiert werden können. Dank der flexiblen Schnittstelle können verschiedene stadtrelevante Plattformen die Informationen zentral abrufen und verwenden. Das zentrale Datenbanksystem ermöglicht, dass alle Anwendungen eingefangen, zentralisiert und harmonisiert werden. Headless Content Management Systeme sind besonders stark in der Realisierung großer Projekte, deren Inhalte zentral organisiert werden müssen und auf unterschiedlichen Websites und Apps ausgespielt werden. Stadtverwaltungen müssen beispielsweise die Änderung einer Ansprechperson nicht mehr händisch auf allen betreffenden Websites ändern, sondern lediglich in dem zentralen Headless CMS die neue Ansprechperson vermerken. Darum eignen sich Headless Content Management Systeme insbesondere für Smart City Projekte.

Vorteile eines Headless Content Management Systems für Smart Cities

Wir haben die entscheidenden Vorteile einer Headless Content Management Architektur für euch zusammengefasst:

Zentrale Organisation und einfacher Workflow 

Headless Content Management Systeme bietet die Möglichkeit, dass Informationen nur noch an einer Stelle gepflegt und organisiert werden müssen. Das erleichtert den Workflow und die Zusammenarbeit der beteiligten Akteure maßgeblich, da alle Anwendungen auf dieselbe Datenquelle zurückgreifen können. Für smarte Städte bedeutet das konkret, dass Informationen stets aus einer geprüften Datenquelle heraus für alle weiteren Kanälen wie Social Media oder Apps aktuell und umfassend zur Verfügung stehen.

Niedrige Kosten

Verwaltungsmitarbeitende sparen Zeit. Aufwendige und zeitintensive Inhaltspflege per Hand gehört dank eines automatisierten und zentral gesteuerten Systems der Vergangenheit an. Da Headless Content Management Systeme typischerweise auf Cloud-Modellen basieren, sind sie in der Regel günstiger und Betriebskosten skalierbar.

Sicherheit

Auch in der Frage der Sicherheit punkten Headless Content Management Systeme. Durch die Trennung des Backends und des Frontends und die damit einhergehende Trennung der Verwaltung und der Darstellung ermöglicht eine erhöhte Sicherheit. Die Auftrennung sorgt dafür, dass das Backend nicht einfach zu identifizieren ist. Dementsprechend wird es schwieriger, die zentrale Datenbank mit schädlicher Software zu attackieren.

1A Performance

Die Trennung von Datenverwaltung und Datendarstellung hält auch Vorteile für die Performance bereit. Websites mit herkömmlichen Content Management Systemen werden über die Zeit langsamer und die Ladezeit nimmt zu, da das System aus allen Vorlagen die richtig erkennen muss. Mit einem Headless Content Management System kann also zusätzlich die User-Experience auf den jeweiligen Medien und Kanälen gesteigert werden.

API-First-Ansatz ermöglicht Microservices

Die neugewonnene flexible Schnittstelle des Headless Content Management Systems ermöglicht die leichte Integration von externen Datenquellen und Drittanbietern. Da das Backend nicht mehr nur einem Frontend zugeordnet wird, können weitere Website- und App-Anbieter auf den gebündelten Datenschatz zugreifen. Die Kombination der Daten und Informationen kann neue innovative Services für BürgerInnen hervorbringen. Diesen Ansatz ist zentral im Erlkoenig Smart City OS, welches als offene Plattform erst die Entwicklung eines Service-Ökosystems ermöglicht.

Omnichannel-Bereitschaft

Alexa, wann kommt meine Bahn? BürgerInnen beziehen Informationen längst nicht mehr nur über herkömmliche Endgeräte wie Smartphone, Laptop und Tablet. Erst mit einer personalisierten Ausspielung über weiteren Kanälen wie Smart Wearables, Voice Services oder digitale Assistenten in der Innenstadt erreicht man alle BürgerInnen. Traditionelle Content Management Systeme konzentrieren sich auf ein Frontend. Headless Content Management Systeme dagegen haben durch die Entkopplung des Frontends keine Beschränkung bezüglich Ausgabekanälen.

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