Smart Health – Die Revolution des Gesundheitswesens

Ein smartes Zuhause, smarte Mülleimer, smartes Lernen: Der Gedanke vom smart Life begeistert Freidenker und lässt auch das Gesundheitswesen nicht außen vor. Teile der Visionen der smart Health sind bereits Realität. Beispielsweise in Form von smarten Technologien wie Smartwatches und Gesundheitsapps. Doch Smart Health hat weitaus mehr zu bieten als bloß das Tracking von Schritten und Herzfrequenz. 

2018 stellte die Bertelsmannstiftung die Ergebnisse einer Vergleichsstudie von 17 ausgewählten OECD-Ländern vor. Thema war der Stand der digitalen Transformation nationaler Gesundheitssysteme. In Ländern wie Spanien, Israel und Kanada werden Rezepte bereits digital übermittelt und wichtige Gesundheitsdaten der Patienten finden sich in elektronischen Akten. Doch das deutsche Gesundheitswesen bleibt im internationalen Vergleich weit hinter den Ländern zurück, die bereits große Investments in smart Health vorgenommen haben (Studie “Smart Health Systems”, 2018). Dabei bietet smart Health großes Innovationspotenzial, bspw. in der Telemedizin und der Prävention von Krankheiten, aber auch in der Diagnosestellung durch Ärzte. 

Telemedizin: Die Lösung für ländliche Gebiete?

Insbesondere Menschen, die in ländlichen Gebieten leben haben häufig das Problem, dass nur eine geringe Dichte von Pflegepersonal und Ärzten vorhanden ist. Ein schneller Arztbesuch, oder gar die Wahl des bevorzugten Mediziners sind hier teilweise ein Luxus, den die Bewohner der strukturschwachen Gebiete selten genießen. Dabei könnte es viel einfacher sein: Telemedizin, also die digitale Vernetzung von Patient und Arzt, könnte die Lösung sein. Ärztliche Gespräche, ein regelmäßiges Monitoring und eventuell sogar eine unkomplizierte Diagnostik oder Therapie über räumliche Distanz hinweg könnten moderne Anwendungen ermöglichen. Eine elektronische, flächendeckende Versorgung und Betreuung über Online-Zugänge hätte nicht nur den Vorteil, dass Menschen in ländlichen Gebieten nicht mehr so stark vom Gesundheitssystem abgeschnitten wären. Ein regelmäßiges Tracking mithilfe von Gesundheitsdaten über passende Apps oder Wearables und die Speicherung der Daten in elektronischen Patientenakten wären Mittel für eine unkomplizierte Diagnose auf dem Onlineweg. 

Smartes Tracking für eine gesunde Zukunft

Viele deutsche BürgerInnen nutzen sie bereits: Gesundheitsapps und Smartwatches, die User daran erinnern, dass sie noch ein paar Schritte gehen sollten, ihre Herzfrequenz messen oder Tipps für eine ausgewogene und gesunde Ernährung geben. Die Impulse, die die smarten Anwendungen und Geräte geben, können damit einen essenziellen Beitrag zur Erhaltung der Gesundheit von Usern bieten. Ein regelmäßiges, digitales Monitoring könnte künftig auch als wichtiges präventives Tool für chronisch Kranke, Diabetiker oder Patienten mit Herzleiden eingesetzt werden. Hersteller wie GE und Phillis arbeiten bereits seit Längerem an Lösungen wie intelligenten Patienten-Überwachungssystemen und einer unkomplizierten Datenspeicherung in elektronischen Patientenakten. Die gesammelten Daten könnten ÄrztInnen nicht nur dabei unterstützen schneller Diagnosen zu stellen. Big Data, die durch smart-Health-Anwendungen verarbeitet werden, könnten möglicherweise auch dazu beitragen Patientenverhalten sicherer einzuschätzen. Neue Einblicke in Therapieansätze oder klinische Ergebnisse sind ebenfalls denkbar. 

KI und Robotik erobern Krankenhäuser

Gerade in Krankenhäusern könnten Ärzte von den gesammelten Gesundheitsdaten profitieren, um in dringenden Fällen schnell die richtige Behandlungsmethode zu finden. In einigen deutschen Krankenhäusern finden sich tatsächlich bereits smart Health Technologien. So beispielsweise im Universitätsklinikum Essen. Hier greift eine künstliche Intelligenz den ÄrztInnen in der Radiologie bei der Erkennung von Tumorgewebe unter die Arme. Das neuronale Netzwerk kann jedoch nicht nur Tumore identifizieren. Die KI ist außerdem in der Lage, Verlaufsstudien zum Tumorwachstum zu erstellen oder eine Metastasenbildung frühzeitig zu erkennen. Die ChirurgInnen der smarten Uniklinik werden außerdem vom Operationsroboter “Da Vinci” unterstützt. Mit mehreren Gelenkarmen, an denen mikrochirurgische Instrumente angebracht sind, ist der Roboter in der Lage durch Öffnungen von acht Millimetern Durchmessern zu operieren. Für die ÄrztInnen erzeugt “Da Vinci” über zwei Kameras ein dreidimensionales Bild der Operationsstelle, welches dann auf einer Konsole erscheint. Die Roboterarme werden von geschulten ChirurgInnen bedient, die sogar leichtes Zittern der Hände ausgleichen können. Das ermöglicht nicht nur präzise Operationen, es vermindert auch das Infektionsrisiko für den Patienten, da kein direkter menschlicher Kontakt mit offenen Stellen stattfindet.

 

Besonders in der heutigen Zeit, in der das medizinische Personal mit dem neuartigen Coronavirus kämpft, könnten smart-Health-Anwendungen einen wichtigen Beitrag zur frühzeitigen Erkennung von Krankheitsbildern, aber auch der Nutzung von Patientendaten für die Forschung leisten. Smart Health wird in Zukunft sicherlich eine weitaus größere Rolle spielen als bisher und das Gesundheitssystem grundlegend revolutionieren. Neue intelligente Lösungen über die elektronischen Gesundheitskarten der deutschen Krankenkassen hinaus sind gefragt, um den modernen Ansprüchen an Instanzen des Gesundheitswesens eine Antwort zu geben.

Wir glauben daran, dass smarte Technologien im Rahmen von Smart Health die Zukunft bestimmen werden – morgen noch viel mehr als heute. Wir freuen uns darauf neue Projekte anzugehen und die digitale Revolution ein Stück weiter voranzutreiben. Gemeinsam verwirklichen wir Ihre Visionen. Schreiben Sie uns und vereinbaren Sie ein unverbindliches Erstgespräch mit unserem Team.