Smart Cities – die digitalisierten Städte von Morgen

Smart Cities - die digitalisierten Städte von Morgen

Weltweit rücken Digitalisierung und Smart Cities in den Fokus. Denn die modernen Konzepte weisen die Richtung für effizientere Nachhaltigkeits- und Digitalisierungsstrategien. Der urbane Wandel wird auch zunehmend von Bund und Kommunen gefördert. Kein Wunder also, dass 2019 bereits 50 Städte in Deutschland Smart-City Initiativen gestartet hatten (Smart-City-Atlas, 2019).

Doch was bedeutet es eigentlich in einer Smart City zu leben? Wir erklären Ihnen die Ideen, die hinter den Konzepten für neu gestaltete Infrastruktur stehen.

Wozu brauchen wir Smart Cities?

Smart Cities stehen für Nachhaltigkeit und den intelligenten Einsatz neuer Lösungen. Die Entwicklung und Nutzung digitaler Technologien bezieht sich auf fast alle urbanen Lebensbereiche. Grund für den Wandel ist das stetige Wachstum der Bevölkerungsdichte in Städten weltweit. Zur Jahrtausendwende besiedelten rund 47% mehr Menschen urbane Regionen als noch zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Laut eines UN-Berichts werden es bis 2050 sogar 75% der Weltbevölkerung sein (World Urbanisation Prospects, 2014).

Das stellt Kommunen vor immense Herausforderungen. Der Ressourcendruck ist und wird deutlich spürbar werden, aber auch das Handling des Emissionsanstiegs ist eine der Fragen, die künftig noch an Relevanz gewinnen werden. Doch nicht nur Themen wie Luftverschmutzung, sondern auch Fragen nach Lösungen für Platzmangel in Städten und Engpässen in der Wasser-, Strom- und Nahrungsversorgung gilt es in den Fokus zu rücken. Das Zukunftsmodell heißt Smart City. Mithilfe der Integration digitaler Technologien ins urbane Alltagsleben können Städte nicht nur effizienter werden. Die Projekte bieten auch die Möglichkeit zu technologischem Fortschritt, sozialer Inklusion und einer umweltbewussten Städtepolitik.

Smart Cities im Fokus: Die wichtigsten Themen auf einen Blick

Mobilität und Verkehr

Um die Verkehrszunahme in den Städten effektiv zu managen, bedarf es smarter Lösungen für Personentransport und Verkehrsregelung. Stressfreies Pendeln für Bewohner und eine besser Vernetzung stoßen Themen wie autonomes Fahren und intelligente Verkehrslenkung und E-Mobilität an. Aber auch Mobility as a Service oder Feinstaubmonitoring sollen künftig zum Alltagsgegenstand von Mobilitäts- und Verkehrsplanung werden. Wer im Jahr 2019 Sylt besucht hat, für den ist autonomes Fahren kein abstraktes Gedankenspiel mehr. Denn auf der deutschen Urlaubsinsel ist seit März der erste autonom fahrende Linienbus im öffentlichen Nahverkehr im Einsatz. 

Energie und Umwelt

Smart Cities stehen für eine gesicherte Energieversorgung. Dabei helfen Digitalisierungsstrategien, durch die Energie nachhaltig gewonnen und geschickt verteilt und genutzt werden kann. Dazu gehört bspw. die Echtzeiterfassung und -verarbeitung von Umweltdaten. Im Hinblick auf die Umweltbilanz sind z.B. die automatisierten Feinstaubmessungen über Sensoren in Stuttgart ein aktives Beispiel für Smart City Solutions. 

Sicherheit und Resilienz

Städte bieten immer auch kritische Infrastrukturen, die Gefahren wie extremen Umweltbedingungen ausgesetzt sind. In unserer zunehmend digitalisierten Welt gilt es jedoch nicht nur Hochwasser oder Kältewellen im Blick zu behalten. Auch technisches Versagen oder Cyberangriffe können urbane Gebiete an ihre Grenzen bringen. Ein großer Punkt auf der Agenda von Smart Cities ist daher Sicherheit durch Resilienz zu schaffen. Mithilfe von smarten Technologien, wie beispielsweise in Form von Frühwarnsystemen, werden mögliche Gefahren rechtzeitig einkalkuliert, um die Sicherheit der Bewohner zu gewährleisten. 

Stadt- und Raumplanung

Um die Stadtplanung modern und gekonnt zu gestalten, bedarf es präziser Geodaten. Digitale Technologien beschleunigen nicht nur die Erfassung und Verarbeitung der Daten, sie eröffnen auch neue Möglichkeiten um Städte attraktiv, nachhaltig und ökologisch zu gestalten. Die Stadtentwicklung profitiert so von dem Einsatz digitaler Modellierungs-Programme in der Architekturplanung, z.B. durch die Vernetzung von Gebäuden zu einer städtischen, intelligenten Infrastruktur.

Open Data und Datenmanagement

Daten sind in der Smart City alles. Doch um die vielfältigen Quellen unter einen Hut zu bringen und ein einheitliches, gut funktionierendes System zu schaffen, bedarf es eines agilen Datenmanagements. Ob Open Data oder Geodatenmanagement, Kommunen profitieren von smarten Systemen. Schließlich laufen alle Aktionen einer Smart City, wie die automatische Steuerung der Straßenbeleuchtung, über eine gut organisierte Datenstruktur zusammen. 

Diese Ziele setzen sich die smarten Städte

  • Steigerung der Dienstleistungs-Effizienz: Der Nutzen öffentlicher Ressourcen wird optimiert und Bürgerdienstleistungen werden auf einem hohen Niveau bereitgestellt.
  • Nachhaltigkeit fördern: Das Wachstum und die Entwicklung einer Stadt geschehen immer unter Berücksichtigung der Auswirkungen auf die Umwelt.
  • Mobilität verbessern: Ob zu Fuß oder mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, in der Smart City bewegen sich Menschen schneller und einfacher fort.
  • Sicherheit bieten und Schutzräume schaffen: Die öffentliche Sicherheit, sowie der Schutz der Bürger im Fall von Notfällen und Katastrophen wird verbessert.
  • Die Wirtschaft ankurbeln: Wirtschaftswachstum lautet das Zauberwort der Smart City um Unternehmen, Investoren, Bürger und Besucher anzulocken.
  • Ein gutes Image: Der Ruf der Stadt soll stetig verbessert werden und damit auch der technologische Fortschritt Auftrieb erhalten.

Als Kommune die digitale Agenda auf dem Weg zur Smart City zu verwirklichen ist auf vielerlei Ebenen möglich. Egal ob im Bereich Transport und Mobilität, mit Initiativen wie Smart Parking und autonomen öffentlichen Verkehrsmitteln, oder im Bereich Open Data mit effektiven Datenmanagement-Systemen. Die Möglichkeiten sind so vielfältig wie die Herausforderungen.

Sicher ist jedoch, dass der Output für ein modernes, nachhaltiges und urbanes Leben zukunftstreibend ist. Städte und Bewohner, die an zukunftsfähigen Modellprojekten und einer intelligenten Stadtentwicklung arbeiten, profitieren nicht nur durch eine verbesserte digitale Aufstellung. Sie könnten künftig anderen Standorten gegenüber außerdem stark im Vorteil sein und sogar Trendsetter werden. Es heißt also auf den Zug aufzuspringen, solange er noch langsam rollt um als Standort und als Unternehmen ganz vorne zu bleiben.

Sie sind daran interessiert, mehr über Smart Cities zu erfahren? Wollen Sie mehr über die Möglichkeiten und Vorteile lernen, die eine smarte, vernetzte Digitalisierung Ihrem Unternehmen oder Ihrer Kommune bringt? Sprechen Sie uns gerne für ein unverbindliches Erstgespräch an. Unser agiles, junges Team aus Digital Natives steht für Fortschritt, smarte Entwicklung und agile Netzwerke, ganz im Sinne der Smart Cities.