Abfallwirtschaft

Entsorgung on-demand und Mülleimer, die mit uns kommunizieren? Die Digitalisierung verändert die Abfallwirtschaft und damit die Art und Weise, wie Abfälle beseitigt und verwertet werden. Doch neben der Entsorgung wird auch die Erzeugung durch die Digitalisierung verändert. Mit der Hilfe digitaler Lösungen lassen sich Abfälle verringern oder sogar vermeiden. 

Vielerorts fährt die Müllabfuhr nach festen Routinen mit den uns altbekannten, lauten Müllwagen. Während C02-belastende Fahrten zu halb vollen Tonnen erfolgen, bleiben überfüllte Mülleimer andernorts unbemerkt und sorgen für die Verunreinigung der Umwelt. Dank eingebauter Sensorik in Mülleimern und Containern, die den Füllstand überwachen und der smarten Vernetzung dank IoT kann die Entsorgung individuell und bedarfsgerecht angepasst werden. Auf diese Weise bleiben überfüllte Abfalleimer nicht unerkannt bis zur nächsten Routinefahrt und der CO2-Ausstoß wird mittels bedarfsgerechter Fahrten und angepasster Routen reduziert. 

Weitere Ideen im Rahmen des smarten Abfallmanagements drehen sich rund um die Optimierung des Recyclings. Denn das Recycling ist entscheidend für die Reduzierung der Abfallmenge und der Verschmutzung der Umwelt. Doch das Recycling ist wiederum abhängig von der Trennqualität, die in vielen Industriebereichen und Haushalten mangelhaft ausfällt. Entscheidend für die Optimierung könnten Instrumente zur transparenten Abfallentsorgung sein.

In Form von smarten Abfallsammelfahrzeugen, die die Trennqualität visuell erfassen können, und Apps zur Einsicht der eigenen Trennqualität könnten Bürger und Bürgerinnen zur verbesserten Trennung animiert werden. Doch auch die Erzeugung als solche kann durch die digitale Erfassung und die bedarfsgerechte Abrechnung minimiert werden. Mit digitalen Helfern können unerlaubte Ablagerungen gemeldet werden. Vor der eigentlichen Entsorgung können Plattformen, auf denen Menschen Nahrungsmittel und Gegenstände, die zu schade zum Wegwerfen sind, einstellen könne, dafür sorgen, dass weniger weggeworfen wird. 

Der zunehmende Fachkräftemangel in der Abfallwirtschaft, das steigende Abfallaufkommen und das parallel wachsende Umweltbewusstsein erfordern den Einsatz digitaler Technologien. Echtzeitdaten, automatisierte Abläufe und die Einbeziehung der Menschen können die Abfallwirtschaft verändern und zur Kostensenkung, gesteigerten Lebensqualität und zum Umweltschutz beitragen. 

Ziele: 

  • Bedarfsgerechte Abfallentsorgung 
  • Weniger CO2-Ausstoß durch optimierte Routen 
  • Weniger Umweltverschmutzung durch überfüllte Abfalleimer 
  • Optimiertes Recycling durch Überprüfung der Trennqualität 
  •  Bewusstseinssteigerung bei der Abfallentsorgung durch individuelle Abrechnung und Plattformen zur Abfallvermeidung
Scroll to Top