Government goes smart – Wie Regierungen von der digitalen Wende profitieren

In Sachen Smartness wird weltweit aufgerüstet. Auch in Deutschland bewegt sich etwas, denn immer mehr Kommunen setzen auf smarte Technologien. Aber was macht eine smarte Regierung wirklich aus? Und welche Chancen bietet smart Government der Regierung und den BürgerInnen?

Das Wichtigste in Kürze

Smart Government steht für die intelligente Nutzung von digitalen Prozessen und Daten, um Dienstleistungen, Prozesse und Entscheidungen in der öffentlichen Verwaltung zu optimieren.

Das bringt smart Government Kommunen

Als Teil von Smart City steht Smart Government für die intelligente Nutzung von digitalen Prozessen und Daten, um Dienstleistungen, Prozesse und Entscheidungen in der öffentlichen Verwaltung zu optimieren. Von smart Government Initiativen profitieren Verwaltungsapparate und BürgerInnen gleichermaßen. Prozesse werden schneller und effizienter durchgeführt, sodass BürgerInnen und Verwaltungen schneller auf die benötigten Daten oder Dokumenten zugreifen können oder wichtige Informationen erhalten. Aber auch die öffentliche Sicherheit und Notfallversorgung gewinnen durch smarte Technologien an Schnelligkeit und Zuverlässigkeit. Das Ziel von smart Government ist es, einen sicheren Lebensraum zu schaffen, der bürokratische Hindernisse in effiziente Abläufe umwandelt. So agieren Regierungen kostensparend, innovativ und bürgernah zugleich.

Smart Government sorgt für frischen Wind in Verwaltungsorganen

Initiativen und Plattformen für die Umsetzung von smart Government in Verwaltungsprozessen, der Optimierung von Bürgerinformation und der Verstärkung der Bürgerbeteiligung sind geprägt von einer großen Vielfalt an Ideen. Im Zentrum stehen Datenplattformen, die eine intelligente Nutzung von Daten ermöglichen und so Verwaltungsprozesse beschleunigen. Das birgt den Vorteil, dass einzelne Schritte nicht wiederholt ausgeführt werden müssen. So können wiederum Zeit und Kosten, aber auch Energie und Nerven für KundInnen gespart werden. Besonders komplexe Prozesse, die durch vielerlei Instanzen und Behörden gehen, sind zumeist fehleranfällig. Das Ziel von smart Government ist es, diese Störfaktoren zu reduzieren und agile, funktionsschnelle Strukturen zu schaffen.

Schweden macht es mit der digitalen Plattform SSBTEK vor. Die Plattform ermöglicht es, eine Vielzahl von Informationen über die Bearbeitung von Sozialhilfeanträgen automatisch und unkompliziert abzurufen. Seit 2014 verbindet die SSBTEK bereits die Register verschiedener nationaler Institutionen wie die Renten- und Sozialversicherung, die Steuerbehörde uvm. mit den IT-Betriebssystemen der Kommunen. Der automatische Datenabruf beschleunigt nicht nur die Bewilligung von Sozialhilfen, auch Betrugsfälle oder eine falsche Bearbeitung seitens der Kommunen konnten mithilfe von SSBTEK deutlich reduziert werden. Das Fazit: Sozialhilfeanträge gegen nun schneller, unkomplizierter und sicherer über die Bühne.

Mehr Bürgernähe und Bürgerbeteiligung mit smart Government

Damit Hürden für BürgerInnen reduziert werden, setzt die smart Government Philosophie auf eine enge Zusammenarbeit mit den BürgerInnen. Eventuelle “Pains” werden durch BürgerInnen-Feedback schneller sichtbar. Gleichzeitig sind die BewohnerInnen von Kommunen ein wichtiger Lieferant von Anregungen und Ideen. Die bessere Vernetzung der Regierung mit den BürgerInnen in der Smart City soll dazu beitragen, BürgerInnen besser über Regierungsentscheidungen und Institutionen zu informieren. Gleichzeitig möchte smart Government das ungenutzte Potenzial seitens der BürgerInnen ausschöpfen, um Innovationen voranzutreiben und zu fördern. Ziel sind gemeinsame Projekte und eine verbesserte Kommunikation zwischen Verwaltung und BürgerInnen, um ein positives und innovatives Stadtklima zu schaffen. 

An der Schnittstelle von Wirtschaft, öffentlicher Verwaltung und Bürgermeinung setzt das Dialogsystem Smarticipate an. Das europaweit eingesetzte Tool vernetzt öffentliche Daten intelligent mit Elementen der digitalen Entwicklung, die dann mit kommunalen Aufgaben angereichert werden. Mithilfe seiner großen, heterogenen Datenbestände ermöglicht Smarticipate BürgerInnen und EntscheidungsträgerInnen einen visualisierten, leicht verständlichen Überblick über alle Informationen. Hamburgern gibt die Datenplattform die Möglichkeit, neue Standorte für Bäume im Stadtgebiet zu finden und gemeinsam mit der Stadtverwaltung Baumarten auszusuchen. Standorte für Urban Gardening-Projekte und die Neunutzungen leer stehender Gebäude sind Themen in der italienischen Hauptstadt Rom. London will BürgerInnen auf Basis vorhandener Daten selbstbestimmt entscheiden lassen, in welchen Punkten Smarticipate eingesetzt werden sollte. Die moderne Art der Bürgerbeteiligung soll maßgeblich dazu beitragen, die Leistungsfähigkeit und das Verhältnis zwischen BürgerInnen und Verwaltung zu verbessern und kommunale Ideen zur Stadtentwicklung bürgernah zu fördern.

Smart Government macht Kommunen sicherer

Die öffentliche Sicherheit und Notfallversorgung von BürgerInnen sind ebenfalls Themen, mit denen sich smart Government beschäftigt. Kommunen sollen für BürgerInnen sicherer und damit lebenswerter gestaltet werden. Den Weg von Schulkindern sicherer zu machen und Risikofaktoren zu verringern, ist eine Herausforderung, der sich viele Kommunen bereits stellen. Häufig eingesetzte Mittel sind Tempobeschränkungen oder verkehrsberuhigte Zonen rund um Schulen sowie mehr Zebrastreifen. Smart Government bietet darüber hinaus jedoch viel mehr Möglichkeiten, um Gefahrenzonen zu erkennen und Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit einzuleiten. Die Vision Zero Initiative aus Los Angeles macht es vor: Aus einem Pool des städtischen Open-Data-Portals analysiert eine eigens entwickelte App Daten zu Verkehr und Infrastruktur. Potenzielle Gefahrenzonen werden sichtbar gemacht, sodass Eltern den Schulweg ihrer Kinder darum herum planen können. Die App hat eine große Relevanz, denn in der Stadt der Engel sind gut 20 Prozent der durch Verkehrsunfälle schwer verletzten Schulkinder. Gemeinsam mit der Plattform LA GeoHub soll das Risiko bis 2025 vermindert werden, die Anzahl der Verkehrstoten sollen sogar auf null gesenkt werden. Ähnliche Konzepte könnten künftig auch in deutsche Kommunen zu einer Verminderung von Unfällen und damit einem sicheren Leben in Städten beitragen.

Unabhängig von der öffentlichen Sicherheit leisten Notfalldienste einen wichtigen Beitrag zur öffentlichen Gesundheit und Versorgung der BürgerInnen von Kommunen. Die Versorgung in deutschen Krankenhäusern gehört mit zu den besten Standards weltweit, doch oft sind bereits die ersten Minuten nach einem Unfall über die Genesung von PatientInnen entscheidend. Der Einsatz von digitalen Konzepten könnte künftig einen großen Beitrag leisten, um den Versorgungsstandard deutscher Notfalldienste weiter anzuheben. So können sich bspw. BürgerInnen, die im Landkreis Ludwigsburg leben, besonders sicher fühlen. Denn dort sind die Krankenhäuser mit den Rettungsdiensten bereits digital vernetzt. Ausgestattet mit einem Direkt-Übertragungssystem leiten die Rettungssanitäter Daten wie Vitalparameter oder Bilder vom Unfallort in Echtzeit an die Ärzteschaft im Krankenhaus weiter. PatientInnen werden so nicht nur zielgerichtet, sonder auch schneller behandelt, ganz ohne zusätzliche Zeitverluste. Der Landkreis Ludwigsburg geht anderen Kommunen damit mit gutem Beispiel voran und erprobt eine Technik, die sich bundesweit erproben könnte.

Smart Government ist das Zukunftsmodell für Kommunen und Städte weltweit. Wollen auch Sie einen Beitrag zu einer barrierefreien Gestaltung von Verwaltung, politischen Entscheidungen, Bürgerinformation uvm. leisten und Teil der digitalen Revolution werden? Dann sprechen Sie uns gerne an! Unser interdisziplinär aufgestelltes Team aus EntwicklerInnen, DesignerInnen, Management- und MarketingexpertInnen verwirklicht mit Ihnen Ihre Ideen und Konzepte auf dem Weg zur Smart City. Vereinbaren Sie einen unverbindlichen Ersttermin und lernen Sie uns kennen.

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